Largo

2011.09.21

Ausdehnung, oft ohne Dankbarkeit hingenommen, wird zum Problem, oder zu etwas, was man endlich dankbar hinnimmt, wie man fuer einen Durst dankbar ist, wenn das Gemuet bewegt wird. Bewegt man das Gemuet von Berlin nach Duesseldorf, zum Beispiel, kann es sein, dass es den Durst nimmt und damit in sehr eigensinnige Orte will, wo es Bier geben soll. Disziplin heißt dan, nicht da zu sein. Etwa musste ein Flugzeug in Wien von der Landebahn umkehren, weil der Turm angerufen habe und gesagt habe, sie muessten noch die Tueren und Klappen ueberpruefen. Als das Flugzeug das gemacht hatte, wusste niemand mehr von dem Anruf. Der Kapitän hat das aufgeregt den Passagieren mitgeteilt. Wer sich solche Scherze erlaube, werde man schon herausfinden. Der Deutsche ließ in seiner Stimme eine tiefe Skepsis gegenueber dem österreichischen Gemuet durchhören. Disziplin muesse aber sein, wegen der Sicherheit. Diese Disziplin in diesem Fall fand ich aber schön. Es war eine ziemlich totale Abwesenheit – entgegen dem Plan noch nicht abgehoben zu sein – in der ich meine grundlose Euphorie weiter begehen konnte wie einen leeren Euter.

Wie viel zärtlichen Zufall braucht es nicht, um die Vorarbeiten zur Euphorie nicht eilig zurueckzulassen, ja die Euphorie selbst hastig und grob zu melken, bis die Zitzen wund sind? Wie komme ich auf diesen Vergleich? Fruehe Donald Duck-Filme. Immer extrem pervers und aufschlussreich. Wie gut sie sich mit Bewegungen auskannten! Wie geil muss es nicht gewesen sein, die neue Form des Comics zu reiten, bis die Augen vor Lachen aus den Sockeln fielen! Freut euch der Abschiede, die noch nicht ganz sind.

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