Wie man seine Kleider wärmt

2009.09.30

leider…weiß ich nicht.

BLOWTORCH EDDIE

5 comments

  1. Mit dem Fön, oh Henry, mit dem Fön, oh Henry, dem Fön.

    m, 30.09.2009
  2. Das ist doch klar: im Bett, wenn man drin ist.

    U., 01.10.2009
  3. Ja, aber wie? Diese Strecke zwischen frierendem Wunsch und Erfüllung der Umgebung mit Wärme ist mir zu erkunden. Was für eine Mechanik west da drinnen? Genausowenig, wie ich weiß, was zwischen meiner Wählscheibe und der Leitung vorgeht – aber ich kann es wissen, ehrlich gesagt weiß ich es auch schon, bloß vor ein paar Stunden wusste ichs noch nicht – weiß ich, wie ich meine Kleider wärme. Dass es nett von ihnen ist, es zuzulassen, finde ich; nicht nur das, sie halten auch, solange ich das wünsche, sich in meinem Dunstkreis auf. Als wäre ich Stefan George und sie meine Jünger. Und wenn ich sie ungeduldig abwerfe, sind sie auch noch so freundlich, so zu tun, als weiche nach und nach der Hauch des Lebens aus ihnen und werde durch Kühle der Welt ersetzt. Doch das alles stimmt mich misstrauisch. Dieses Gefühl verstärkt sich, wenn der Winter kommt, und ist nur zu überwinden, indem ich mich so stark mache, dass ich Wärme zu verschenken habe, zu verschleudern, dass die Wärme von mir abspritzt wie Fluten von Schweiß, während ich schwere Dinge hebe, mich durchhaltend, ruckartig, unglaublich schnell bewege, dass mein bleicher Körper all sein Röten und Sicheln der Kaltluft der Frühe übergibt, dann habe ich keine Befürchtung, dass mein Komfort auf wackligen und unrechtmäßigen Beinen steht, bald unter mir fortgezogen werden kann und mich mit ganz mangelhaften, unzureichend durchschauten Fähigkeiten, schön und stark am Leben zu bleiben, in einer feuchten, klammen, engen, mir feindseligen Umgebung ungeschickt schlottern lässt.
    Deswegen ist es kurzsichtig, im Bett zu verweilen, und ich würde es nie tun, also nie wissentlich, das heißt, nie, wenn ich anders kann. Das heißt, es ist gar nicht so selten, da traue ich mich nicht, aufzustehen, weil ich dann beginne, Fehler zu machen, zu scheitern und Dinge nicht richtig einzuschätzen bzw. zu spät zu reagieren.
    Also für die Masse derer, denen das eigene Fortkommen mit etwas Glück, das Retten der eigenen Haut auf Kosten anderer kein würdiger Motivationsgrund erscheint, um aufzustehen, für die ist der Kapitalismus ein Misthaufen, auf dem ihre Fähigkeiten verrotten, will ich sagen, wenn sie nicht den Trotz, die Entschiedenheit und die blinde Zuversicht haben, sich in ihren Fähigkeiten vorläufig nutzlos und gegen diesen Vorwurf zu üben, für den Fall, dass sie in Zukunft einmal gebraucht werden.

    n, 05.10.2009
  4. Warum hasstn dit gelöscht, war so schön, Henry.

    IHT BURNS ZHE OUSE DON.

    Dit Flämmchen war so schön, Henry!

    IHT BURNS ZHE OUSE DON.

    n, 06.10.2009
  5. nu, wenn ich dittma heutnoch wüsst, warum.. und ans flämmchen, nun, ans flämmchen, ich erinnere mich bläulich, bläulich.. guck, wie dunkel das zimmer ist, am morgen, ein dumpfes erstaunen im rücken, die wirbel, die fragen: wärs jetzt nicht richtig zu frieren? und sich sehnen zurück in einen besseren schlaf.. der ihnen aber ebensowenig wohltuen wird wie der schlaf, der davorlag… aber die temperaturen scheinen noch rechtschaffen zu sein. womöglich hilft haydn. haydn, hilf! haydn, hilf! dazu: das leuten der klokken.

    m, 11.10.2009

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