RKS # 11

2015.10.06

NEXT SCHOW:

Am 31. Oktober 2015 um 20:00 Uhr im Naturkundemuseum Berlin.
THEMA IST: SINNE.
Das Museum befindet sich in der
Invalidenstr. 43, in 10115 Berlin

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    RKS #11: ZU DEN SINNEN

    Verkauf von Besinnungslosen mit anschließender Tombola
    Randsinn und EDGE (ist wenn die Bank gewinnt)
    Speisewagensinn, Verkehrssinn, Widersinn
    Der ausgewrungene Sinn: Nun wird das alles sinnvoll! Har har har!
    Empirische Asthetik: Mit dem Hundeschutztrichter in die Röhre
    Ahoi, du zerebrale Blutflussänderung!
    Panierte Akteure: Pflegerliebe ist oft undurchsichtig
    Jägerschnitzel: Verliebte Rationalisten (durchsichtig)
    Zum Exhibitionisaurus
    Unter den Zwergformen Über Zwergformen
    Ruf der Rufe mit höchstem Rating auf der Rauigkeitsskala
    Evolutiunder
    Blickverbote in der Seelen wunderbarem Bergwerk
    Du bist mir Schild und Kröte! Reptilien zwischen Jagdmagie, Köder und Imitat mit dem von K. Bayer entdeckten world famous Schildkrötenimitator Pseudoemys orbicularis Bayeri var. Julius
    Die Herstellung von Bütten (Arten von Sitzen, der Po-Sinn)
    Der Sinn für sich selbst. Interoception bei Narzissmus und der Unterricht von Tieren in der Posthistoire
    Alle Antagonismen von Mode und Technologie in der Reihenfolge ihres Auftretens
    In den Alpen: die Elfen und das geile Gefälle
    Sinngebung und Sinnentleerung
    Sinnverschiebung (Prismensehen)
    Das unschuldige Auge – Kunstsinn
    Finnensinn – Der ewige Aufguss

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    Erleben Sie selbst die attentionalen, kognitiven, affektiven und motivationalen Implikationen und die neuronale Signatur ästhetischer Sprachprozessierung.

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    RKS # 11: Kann mir bitte jemand mit 50 Cent Elfen?

    Aus gegebenem ANLASS: DIE ELFEN und das ALBERNE

    Albern, so lesen wir in der romantischen Enzyklopädie, leite sich am wahrscheinlichsten von den Elfen her, deren Name mit dem Schreckgespenst des Traums ursprünglich gleich gewesen sei. Dieser, der Alptraum, sei aber so genannt, weil man sich früher die Elfen auf den Bergspitzen, eben auf den Alpen hausend, gedacht habe. Die Albernen nun wären degenerierte Sprösslinge jener, wie es das folgende Zitat erklärt: „Es waren aber die Elfen zwar muntere, geschäftige und geschwätzige Wesen, aber Geister von niedrigem Range, an Verstandeskräften unter den Menschen, und mussten gewöhnlich den mächtigern Feen dienstbar seyn. Man gab ihnen die Schuld, dass sie den Menschen Kinder raubten, und dafür ihre missgestalteten und geistesschwachen Kinder unterschoben. Daher kam es, dass man dann alle geistesschwachen Menschen nach den Elfen- oder Alpen-Kindern albern oder elbisch nannte. In der Folge, als man die verschiedenen Arten von Geistesschwäche bestimmter unterschied, wurde auch der Ausdruck Albern blos auf eine bestimmte Art davon eingeschränkt.“ Albernheit ist demanch eine Form dämonischer Besessenheit, in der etwas eigentlich Erfreuliches ins Missratene entstellt ist. Der Enzyklopädie-Artikel zeichnet die Mythe von den vertauschten Kindern wahrhaft mythologisch auch in seiner eigenen deskriptiven Sprache nach, wenn er Albernheit als eine Perversion der Beurteilungskraft bezeichnet, genauer als eine Filiation derselben im Zeichen des Mangels: „Durch Beurteilungskraft nun äußert sich vorzugsweise der sogenannte Mutterwitz (Secunda Petri), und, um Gegentheile ein auffallender Mangel derselben macht die Albernheit aus.“ So behandelt also die Volksetymologie Albernheit als unmenschliche Tochter des Mutterwitzes.

    Aus: Gerd Mattenklott: Albernheit.

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    ZUM SEHSINN nun ein prominentes Beispiel aus der Geschichte der Blickverbote

    (Sonst war nichts Rotes)

    Orpheus. Bambi. Chappi. In den Bergen. Oder auch:
    In der Seelen wunderbarem Bergwerk.

    Der erste sehr schnell, ein schlanker Mann im blauen Mantel,
    die anderen eher langsam, umschlungen. Fortgehendes Blut, kein Kreislauf.

    „Felsen waren da / und wesenlose Wälder.“ Chappi wandte sich an Bambi, mit den Worten: „Du, Bambi, hast Du hier wieder eine lange Bleiche hingelegt?“ Bambi aber verneinte.

    Orpheus, wie gesagt, er ging sehr schnell, berichtet uns Rainer Maria. „Ohne zu kauen fraß sein Schritt den Weg in großen Bissen.“ Am besten schaut ihr alle gar nicht hin. Laut Lockwood missversteht man das Äsen des Dammwilds als Lesen. Wir kommen darauf zurück.

    Und seine Sinne (gemeint sind die Sinne des Mannes, der im blauen Mantel so schlank ist) waren wie entzweit: indes der Blick ihm wie ein Hund vorauslief. Das darf der Blick, nur was er nicht darf ist: Er falle bitte nicht zurück. Er darf dann auch nicht wenden, wie in einem Tunnel. Auch dort ist Wenden nämlich untersagt. Blieb auch sein Gehör wie ein Geruch zurück: Egal. Egal. Wiebitte? Anis! Egal.

    Sie (das wären dann wohl Bambi und Chappi), die furchtbar leise gingen, kamen nach.
    Ah, das sind die beiden Leisen. Beide gehn in Reisekleidung (die keinen Farben kennt…)

    Plötzlich scheint nun alles zwei Mal da zu sein. Chappi kennt das Phänomen aus der Zeit der Depression: Die Verdopplung der Welt in der Klage. Eine Welt „über der ein Klage-Himmel steht, mit entstellten Sternen“. Während anderswo bei anderen ein andrer echter Himmel steht. Betrüblich ist: die Zeit reicht nur für einen. Verdoppeln lässt diese sich nicht.

    Rainer Maria unterrichtet uns weiter von den Leichenbändern, die Bambi wie gelöste viele meterlange Schnürsenkel beim Ausschreiten etwas hinderlich sind, berichtet, dass Bambis Gestorbensein sie erfüllte mit Fülle, dass sie, mit zu-nem Geschlecht, in Vergleichen nun drei Mal mit dem WIE verhaftet sei: schon aufgelöst wie langes Haar, hingegeben wie gefallener Regen, ausgeteilt wie hundertfacher Vorrat.

    Hat Rainer Maria dies den Leidens-Psalmen entnommen, namentlich Psalm 22, wo es heißt in Luthers Übersetzung: Ich bin hingeschüttet wie Wasser, alle meine Knochen haben sich voneinander gelöst, mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzenes Wachs. (..) Ich kann alle meine Knochen zählen, sie aber schauen zu und sehen auf mich herab. Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand.“ Dies ist übrigens der Psalm, dessen erste Zeile Jesus am Kreuz zitiert, wenn er fragt: Mein Gott, warum hast du mich verlassen?

    Wurzel, sagt dann Reiner, sei die Bambi schon. Achso. Wurzel. Das ist die, aus der dann etwas in die Höhe wächst. Und nach unten. Was oben eine Krone ist, wird unterirdisch zum Mycel, einem Fadenwesen.

    Dann ist es bald auch schon geschehen: Orpheus schaut sich um und Bambi schwindet dahin, ins Dunkel. Und er selbst ist für Bambi jetzt längst schon verschwunden. Als habe sich undurchdringlich eine Atmosphäre hinuntergesenkt. Der Vorhang einer anderen Welt.

    Und Bambi geht voran. Sie geht zurück voran. Wie tut sie dies: Unsicher sanft und ohne Ungeduld. Chappi kommt dann nach. Kein Rundweg, sondern diesen selben Wegs. So geht’s.

    Selbstredend NICHT!

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    KIRMES UND KRITIK: WAS WILL DER GLEICHGEWICHTSSINN?

    „Es war ein gar wilder Pole voll von Dämonie und allen Künsten der Blague. Er hatte als Dichter nur ein Thema, Stilpe nannte es die medizinisch-katholische Abgrundweis, aber dieses beherrschte er mit der Meisterschaft bornierter Genies. Sein Dichten war eine Art verzückter Drehkrankheit, und man wußte nicht, ob er sich drehte, um zu dichten, oder ob er dichtete, um sich zu drehen.“
    Bierbaum, Otto Julius: Stilpe. Ein Roman aus der Froschperspektive. Berlin, 1897.

    Muss ich den Schwindel kritisieren oder ist der Schwindel bereits Kritik an der Situation aus der er hervorgeht – und zwar die genaueste Kritik zu der mein Gleichgewichtssinn und meine Auffassungsgabe in diesem Moment fähig sind? Der Schwindel, ja, also der Schwindel? Was macht denn der Schwindel mit dem definierten Artikel? Braucht oder missbraucht er ihn? In einer zentrifugalen deiktischen Bewegung lässt sich nur schwer auf definierte Einzelheiten weisen, ohne damit automatisch alles im Umkreis Vorhandene mitzumeinen.

    Weitergefragt: Gilt es, (den) Schwindel herauszurechnen oder erreiche ich Klarheit nur, wenn ich auch die schwindeligen Anteile meines Aufbaus, meiner Wahrnehmung berücksichtige? Lässt sich Schwindel im Sinne der Erkenntnis nutzen, kommt er uns zu Hilfe, indem er uns auf eine bewegungsarme Wirklichkeit auflaufen lässt? Hilft er uns, endlich herauszustolpern? Ins Licht zu stürzen? Und: Kommt er von außen oder von innen? Fügt er etwas hinzu oder nimmt er etwas weg? Diese Fragen kann man gegenüber Schwindelphänomenen jederzeit in Stellung bringen wie Besteck.

    Rausch- und Taumelspiele steigern schwindelnd die Erfahrung körperlicher Evidenz. Wir kennen aber auch den geistigen Schwindel, sagen wir, bei blitzartigen Konversionen. Ich werfe mich aus dem rasenden Behälter, das Fell meiner Seele in Stromlinien gelegt. Der Schwindel lässt nach, in kleiner werdenden Pendelbewegungen des Gemüts. Es schaukelt der Inhalt meines Gedankens – in seinem bald schon ganz beruhigten Behälter.

    Ich stelle mir ein quasi bewegungsprismatisches Gelenk vor, das zwischen zwei Schreib- und Deutungsweisen vermittelt: Zwischen der medizinisch-therapeutischen Schreibweise, die auf feste Verbindungen zwischen dem Phantasma und seiner Herkunft aus ist, und der poetischen Schreibweise, für die die Unterscheidung zwischen Fiction und Non-Fiction überhaupt keine Geltung hat. Dieses Gelenk sorgte für einen zentrifugalen Schwindel der Deutung oder ein rotierendes Bezugssystem. Wenn ich, was bewegt ist, als Griff ansteuere, dann muss ich fallen. Wenn ich es als Antrieb nehme, kann es mir sehr hilfreich sein.

    In dieser Weise bewegt, möchte ich auf die Kirmes, das Fest der beschleunigten Leiber zu sprechen kommen. Im frühen Mittelalter kultisch eingebettet und meinte die Kirmes die zur Einweihung einer Kirche gelesene Messe und das im Anschluss stattfindende Kirchweihfest, an dem Gaukler, Händler, Spielleute und Artisten teilnahmen. Der vom jeweiligen Souverän verbürgte Marktfrieden, genannt „frey zeyt“, der dem sicheren Warenaustausch galt, stellte auch ziehende Leute unter Schutz. Vom mittelalterlichen Rechtsbegriff „frey zeyt“ leitet sich der moderne Begriff der Freizeit ab, die ursprünglich keine arbeitsfreie Zeit meinte, sondern eine Zeit, in der ich nicht befürchten musste, umgebracht oder überfallen zu werden. Den so erhaltenen Überschuss an Gleichgewicht konnte ich dann gleich wieder aufs Spiel setzen. Fahrt schneller doch, denn ich fahre mit!

    Demnach war das Jahrmarktsvergnügen anfangs religiöses Ritual, praktische Heiligenverehrung, Ruhe und Schonung, dann aber bald Aufruhr der Sinne: das Rasen der Reize. Was wurde in der Neudeutung abgewehrt, was übersteuert, was umgenutzt? Stichworte sind hier: Profanierung und Wiederverzauberung. Ich nutze die Zentrifugalkraft zur Herstellung von Nähe. Ihr habt keine Chance.

    Kirmesforscher behaupten, Fahrgeschäfte ermöglichten das Erleben des Jenseits, bevor es unwiderruflich eingetreten sei und konfrontierten auf nicht tödliche, ja vergnügliche Art mit der Frage des Todes. So gewährt man den Durchgeschüttelten einen schnellen Blick hinein in das Totenreich zur Charmierung der Unsterblichkeit, doch manch abgewirtschaftetes Volksfest wirft einen schlecht geschnittenen Perlon-Schatten auf die Ewigkeit, in der todlose Menschen mit immer schlechter werdenden Zähnen übersüßte Dinge zu sich nehmen und jedes Fahrgeschäft zehntausendfach gefahren ist.

    Doch der Jahrmarkt war nur Umweg. Wir sind ja unser eigenes Taumelspiel im Musenhain. Wir haben den Schwindel gleichsam immer dabei und um ihn mittels manipulativer Körperdrehung aufzurufen, sind wir uns selbst genug. „Das Experiment mit uns selbst, das wir durchführen, ist ein Experiment, das auf langjährigen Erfahrungen und Erkenntnissen vieler Menschen besiert, die Versuchsanordnung sind wir selbst“, so Gurdjieff. Sich eine Weile um die eigene Achse zu drehen – dazu ist selbst in der kleinsten Hütte Platz genug. Halten Sie dann an: Dreht die Welt sich weiter. „Gleichsam ein Seelen-Schwindel, welcher unsere schnelle Bewegung plötzlich in die fremde der ganzen stehenden Welt umwandelt“. Diese Möglichkeit steht Ihnen Tag und Nacht zur Verfügung. Irre, nicht wahr?

    Heißt das also: Ja-Sagen zum Schwindel? Mehr Jahrmarkt in die Produktion? Den ganzen Schwindel ausnutzen, als Verbindung zu den rezeptiven Qualitäten des Körpers und ihrer gegenwärtigen Überlastung? Nehmen wir die innere Kirmes als Aktualisator der Erfahrung, den Schwindel als Signal, das gedeutet werden will und schauen wir, was zu finden ist in den Figuren der Sinnabstinenz und der Sinnverausgabung, sowie in der Drehung.

    PS: Gurdjieff im Jahr 2011: „Das Kennenlernen der Maschine: Um aufzuhören eine Maschine zu sein, muss man die Maschine kennenlernen. Wir werden die Maschine gleich kennenlernen.“

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    BAMBI UND CHAPPI IM BACK-PARADIES.
    Das Backparadies ist mit Cento-Flicken belegt, gekändelt, darunter echte Poster und Meisen.
    Unselige kaum erklärliche Gerätschaften sorgen je nach Proband für Mulm oder
    unbegründetes Vertrauen.

    Dies ist ein Touchpad. Sehen Sie. Und an diesem Hebel können Sie hängen.
    Bitte legen Sie den Schutzanzug an: Hier ist die Schleuse. Fransieren Sie sie.

    BAMBI: O Sieg, du alter Stachel, ich halte die Hölle, was backen wir heut?

    CHAPPI: Wir backen heut: PÄSCHN-PLATZDA. Mit Räumungsdeko und Gespür.

    BAMBI: O da brauchst du ein Mehl. (Lacht künstlich)

    CHAPPI: Ich habe ein Mehl. (Lacht künstlicher) Darf ich erneut darauf hinweisen, wie die Typenbezeichnungen im Fachgebiet Mehl sich erklären? (Lacht noch künstlicher)

    BAMBI: Függdügg. Hast du auch Eier? (Lacht so künstlich, dass es nicht zu machen ist)

    Aus der Wand treten Dung, Brillantine und Geweihe, mit Triebriemen des Hades versorgt.
    Wir brauchen nur noch einen Beweis. Das Qi fließt. Die Lampen entbergen Krokogürtel,
    die sich über der Arbeitsfläche winden wie Schlingel. Keuchen und Zückerln. Vaporieren.

    CHAPPI: Eier. Ich haue sie in die mehlige Mulde. Füge Zucker, Salz und Stärke hinzu – und knete das Ganze nach Chappi-Art.

    BAMBI: Mit frischer muttersprachlicher Butter? (Bambi hebt sich an diese zu besorgen.)

    CHAPPI: Nein! Függ nun dü düch, Ödipp!

    Breitbeinig kommt Bambi zum Stehen.

    BAMBI: O. Dies betrübt mich bis in die Puppen, Frau Pöppel.

    CHAPPI: Bambi, nenn mich nicht Pöppel.

    DA: Hervortritt der Markenbotschafter. Jauchzend. Die Temperaturen werden um 20°
    erhöht. Es dampft. Wir verraten Ihnen nun das Rezept für SAUNA-GEBÄCK; love.
    Also, was ich wichtigste Zutat fürs SAUNAGEBÄCK: LOVE! LOVE! LOVE!

    Mit einer geschmeidigen Emulsion zweier Backmargarinen fällt der Fieso-Vorhang und geht wieder rauf. Glitzernde Lichteffekte. Bühnenseitenmeister Schauprangertum Vollzug Justiz Gardinen, schwedisch. Vetternwirtschaft. Entlassung. Schändung. Sie kennen das alles.

    EINWURF: Aber wie macht man denn nun PÄSCHN-PLATZDA.

    ANTWORT: Mit Räumungsdeko und Gespür.
    (Jenseits des Lustprinzips)
    (Aufgrund der Backzutat: Ich liebte einen „Niere“)
    (Jenseits des Sahnesteifs ist Platz, sehr viel Platz für Protuberanzen)

    ALL DAS entspricht nicht den Fakten. Was Sie vor allem benötigen, ist die ausgewogene Dualität zweier zoroastrischer Backmagarinen in Lockeren und weißlichen LEIBCHEN!
    !!!!! DAS NÄMLICH ist die SITUATION!!!!! // FANFARE bitte ////

    CHAPPI: Hier: Backmagarine EROS und Backmargarine THANATOS, optimiert für hotte Temperaturen. Für mich ist dies: Das hochgereizt Deforme einer postbelogenen Nische.

    BAMBI (geschäftsmäßig, Blick glasig, Struktur: Manisch) Bitte müschen Sie beide. Aber legen Sie dazu Handschuhe an. Dann backen. Glasieren. Verzieren. Später verzehren. Befürchten Sie bitte das Schlimmste.

    LIED: THANATOS zog mir den Zahn EROS setzt ihn wieder an.
    So hat es PARANOIA UND REPARATUR. (hierzu später mehr)

    CHAPPI legt den Kittel ab. BAMBI kocht Kutteln. Beide machen Anstalten.
    Werden sie fickend sterben? Wir werden es SURPRISE! nicht erfahren, denn es folgt:

    ÜBERRASCHUNGSAUFTRITT CANDY: Ich kandiere den Trigger!
    (Der Trigger wird daraufhin kandiert).
    ***
    In der nächsten Folge von BAMBI und CHAPPI unter dem Titel HUND DER STUNDE sehen SIE:
    Die Plombenwanderung der Völker.
    Die Völkerwanderung der Plomben.

    PS: Wälzt sich. O nimm hinweg mein ???? äh… Vanillin? NEIN!

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    „Ebenso“, schreibt Benveniste, „steht es um die besondere Logik des Traums. Wenn wir den Traumablauf durch die totale Freiheit seiner Assoziationen charakterisieren und durch die Unmöglichkeit, eine Unmöglichkeit zuzulassen, dann in erster Linie deshalb, weil wir ihn nachvollziehen und im Rahmen der Sprache analysisieren und weil die Eigenheit der Sprache darian besteht, nur das auszudrücken, was ausgedrück werden kann. Das ist keine Tautologie.“ Zitatende.

    Es ist ja so: Latenzen verschwinden nicht, indem man für sie unempfänglich ist, oder sich ihnen gegenüber halbautomatisch verhärtet. Sie bilden den Hof des Ausgesprochenen, umgeben das Frontale sowie das Deutliche. Neben belastenden Realitäten gibt es freilich träumerische, lustvolle und andere angenehme halbbewusste Gedankenlagen, deren Aufreten ich vermerken kann, aber nicht muss. Dies wird dann auch eine poetologische Entscheidung sein. Klar ist, wenn ich den Überschuss nenne, hab ich ihn in an die Sinngebung verschwendet. Ach, wie schad um die schöne Verschwendung!

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    Intermezzo von Elfen (das hatte doch irgendeinen Grund?!?!?)

    Das Intermezzo, da gibts nichts zu verstehen, ist gedacht als eine Balletteinlage, nach dem Motto: Elfen immer gut. (Können Sie Elfen? Können Sie mir vielleicht mit ein paar Cent Elfen?)

    Bewegungsmelder-Ballett
    ft. special guest, the world famous schildkröten-imitator, ein zitat von lit. Cabaret von Konrad Bayer.
    Elektro Konrad – wieviel kosten Bewegungsmelder? Geisterbeschwörung mit dem Schildkrötenimitator und den Bewegungsmeldern: Konrad – kommt Kanrod.

    Die Höllen der Chinesen (statistisch wahrscheinlich, in sie zu kommen) – theologische Abhandlung: warum entwickelt sich eigentlich in allen Religionen alles zum Besseren? Sogar die Höllen – niemals Degeneration beschrieben in heiligen Texten (außer Buddenbrooks)

    Prismen-Seen – übertölpeln, eintölpeln, umtölpeln (Was ist das?)
    Das Prisma übertölpelt die Augen, Tricks mit Lichtbrechung, das war der Schtick, glaub ich.

    Eigene Fron heißt so (Wie????)
    (weß nicht) (Vroni?) (Vreni Müller: „Fr / Vürneh / die eine Schlavende Sehle Hinweg schreibe“ (undatiert) hieß einer Arbeit der Kalligraphistin Vreni Müller, in Gugging wo ich eben war)

    Interoception bei Narzissmus und ihre Abgrenzung zur Hypochondrie. Von Echo He.

    Narziss & Spiegelung (Brocken-Spectre) wie Esel und Karotte (Coleridge, und welche Fabel?) „that was a river – this is the sea“

    Alterozeption? Liebe des Gleichen oder des Anderen, Homo- vs. Heterophilie, Homomorphisierung (macht sich die Welt ähnlich – um sie zu lieben oder zu hassen) vs. Verfremdung, zum gleichen Zweck. Demonstration: Himmel-und-Hölle-Papierspiel.

    Freundschaft: Liebe des Anderen (/ Liebe: Liebe des Irren) Kropotkin, Gegenseitige Hilfe.

    Unverwandt anschauen …Bild mit wandernden Augen …hostile silence … Stummfilm reenacten Edo-Zeit

    Ellbogen-Bollwagen-Beinscheren (ist das eine Abfolge, eine Sammlung, ein Einzelsinn?)

    Eine Erbfolge, glaube ich

    m, 01.11.2015

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