nachtrag zu den dingen

„… Ausgeteilt ist das Verhängnis nicht allein unter die Personen, es waltet gleichermaßen in den Dingen. ‚Charakteristisch für die Schicksalstragödie ist nicht blos das Vererben eines Fluches oder einer Schuld über ganze Geschlechter, sondern auch die Anknüpfung desselben an . . . ein fatales Requisit.‘ Denn über das Menschenleben, ist es einmal in den Verband des bloßen kreatürlichen gesunken, gewinnt auch das der scheinbar toten Dinge Macht. Seine Wirksamkeit im Umkreis der Verschuldung ist Vorbote des Todes. Die leidenschaftliche Bewegung des kreatürlichen Lebens im Menschen – mit einem Worte: die Leidenschaft selbst – setzt das fatale Requisit in die Aktion. Es ist nichts als die seismografische Nadel, die Kunde gibt von ihren Erschütterungen. .. Das Gesetz tritt um so deutlicher heraus je adäquater das registrierende Instrument ist. … “

Benjamin, Trauerspielbuch, Seite 113

Ein Gedanke zu „nachtrag zu den dingen“

  1. Der seismograpische Nebel

    Du weißt immer daneben, so oft, dass das Zentrum genau dort sein muss, wo du es nicht genau weißt. Das Zentrum war eh nicht das Ziel. Alles bebt. Generelle Erregung. Warum? Es ist egal. Wahnsinn, aber es bebt ganz schön. Romantisch, dass die Bäume wackeln. Da muss was im Busch sein. Nachsehen?

    Lieber gleich ins Horn stoßen. Gut Nacht, links. Gut Nacht, rechts. Wir zittern gerade voran und lassen die Knoten, wie der Wind, zurückfallen.

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