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2011.07.27

„It was not only soldiers and scholars who resisted the Manchus. Many early Qing painters used their art to show their agitation and lack of faith in the regime. Through boldly innovative and eccentric brushwork, and the use of empty space in their compositions, they portrayed a world that was bleak or out of balance. Lone and twisted pine trees, desolate, angular mountain ranges, images of tangled foliage laid on paper in thick, wet strokes, isolated birds or fish – such were the subjects these artists often chose.  (..) Bada Shanren (his self-selected name, meaning ‚one who dwells in the eight great mountains‘) made silence his gesture of defiance to the Qing. After writing the Chinese charakter for „dumb“ upon his door, he refused to speak anymore, though he would still laugh or weep extravagantly when drunk or caught in creative fever.“

Aus: Jonathan D. Spence: In Search of Modern China.

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2011.07.27

… das ende der geschichte ..

2011.07.27

„Damit beendete Alexandros seine Geschichte.
Der feste Glaube und die überzeugende Einfachheit seiner Erzählung hinderten uns daran, sie zu kommentieren. Außerdem war es 27 Minuten nach Mitternacht. Und, da der letzte Zug in die Stadt um zwölf Uhr dreißig fuhr, mussten wir uns sofort von ihm verabschieden und in großer Eile aufbrechen.“

Das ist das Ende der Geschichte „Im Licht des Tages“, von Konstantin Kavafis.

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2011.07.26

„Die Wabenzellen, die eine Kolonie Honigbienen im Jahr 1984 an Bord eines NASA Space Shuttle bei „Null g“ ohne Schwerkraft und Fliehkraft im Weltall erbaute, waren so exakt wie unter irdischen Bedingungen. Die musterbildenden internen Kräfte der Wabenzellen benötigen keine äußeren Hilfen, wenn man von der Wärmezufuhr durch die Bienen einmal absieht. Lediglich die Neigung der Zellen gegenüber der Waagerechten fiel im Weltall unorganisiert aus, was ohne richtungsweisende Schwerkraft auch zu erwarten war.“

Aus: J. Tautz: Phänomen Honigbiene.

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2011.07.24

Foto: U. Rinck

rezi prozi tez

2011.07.24

machsu mir gedanknsturz – machisch dir gedanknsturz.

(hierzu gehört noch ein bild)

und hier stellen bitte vor: bilder, die meinem bruder gefallen

bin meinerseits zur rekonstruktion keinstens in lage.

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2011.07.24

gesendu raussausse flumen? susu. susu. immertsu susu. hattsn florks antlerei uffe wande schmorrzt – mitti zwi klini böckscher. zicki. kannsu handdu hänge. wennsewills. kannsu. musse überweisu. susu. datumstrenze. klacker. klackt. obbjecklträgi siss beschliert, mussu dataströmpf bereinigi. issi lii. issi liee. korkenst, reflektoru, parisuba. kesche, oda floge zorg. sti-hir-nnbnd. festa schnürstes. festa. festa. wirdsse susu bässa.

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2011.07.22

1. Volkssagen über verwunschene Tiere
2. Pizzicato mit Accompagnement der Violinen
3. Der Vorhang geht auf. Das Theater stellt ein Theater dar. Der Epilogus tritt auf.
4. Kultivierte Angst (nach Sinzig): Wir sinken. Wir steigen.
5. BUOYANT. Buoyancy jacket: Auftriebsweste.
6. Schaumzeug. Zaumzeug.
7. Der ertrunkene Juli erzählt von den Pflanzen auf Grund.
8. Seine Hufe schwingt er, er entwurzelt Bäume.
9. Was Vergeblichkeit, was Nicht-Vergeblichkeit! […]
10. Verachtung, die dem lustigen Menschen begegnet
11. An die achtzig wertvolle Pferde
12. Vernähung, Gegenstrebung: Das Existenziale & das Analytische
13. Sie füttern den Schoßhund mit Eiswürfeln.
14. DER KNALLER FÜR SCHNALLEN!
15. Gefahren durch das nächtliche Rühren einer brennbaren Flüssigkeit
16. So überdeutlich ist der süchtige Mensch.
17. Eingebungen und Wortglaube
18. Toaster / Oper
19. F. Kempner: Hinfahren ist keine Kunst.
20. De Maîtrise à Méprise
21. Rückwärtsbraten – Re-Engineering
22. Mal vu – mal dit.
23. Giorgiones „Bildnis einer jungen Frau“ von 1506 (KHM, Wien)
24. Beim Institut für Machung der Haus
25. Ich bitte dich: EMPFINDE FREUDE!
26. 4000 abgezapfte Telefone
27. Jennifer Doyle: Uncoupled.
28. Gibts das auch in Blau?
29. Die freudescheue Zunft geschwollener Stoiker
30. Synthese aus Nervenbündel und Herzensbrecher
31. Ich will, dass sie quadratisch sind, dass sie verdammt noch mal quadratisch sind.
32. Das braucht kein Mensch. Was braucht kein Mensch?
33. Zeit ist Grundlage aller Navigation.
34. Fünf Sekunden in 81 Tagen auf See
35. Kopfsalat der Adressaten
36. Bis ich dich in pikantem Teig paniere
37. Der Operettenanteil: etwas sehr Kompliziertes kochen (gefülltes Kalbsherz?)
38. Sung gewinnt durch List einen wackeren Gegner.
39. Ein kleiner Antrittsbesuch der neuen Sträflinge.
40. Ten hours of life become five hours of pay.
41. Your song, what does it know?
42. Aufführung desselben Gewirrs von Speicherräumen und weißen Wachshäusern in nur zwei bis drei Monaten.
43. Dennoch muss die ganze Wahrheit gesagt werden.
44. Respekt hat der Mensch vor starken Giften.
45. Nicht bloß die objektive Möglichkeit – auch die subjektive Fähigkeit zum Glück gehört erst der Freiheit an.
46. Ghosts arrive in carriages for a high-class tea in an orchard
47. Ebenso der Reiz gewisser Tiere, die sich um uns nicht zu kümmern scheinen
48. Die Bilder von den sich vor Wut unter der Kappe sträubenden Haaren und den Schwertern, die singend durch die Luft sausen wollen, gehören seit über zwei Jahrtausenden zum Standardrepertoire chinesischer Racheliteratur und zeigten an, dass hier ein loyalistischer Mörder auf die Vernichtung eines unwürdigen Herrschers sann.
49. Es regnet durch die Fenster, Tag und Nacht.
50. His love of truth overcame his humility.

.. die list der ohnmächtigen hasen ..

2011.07.15

„Seit ich denken kann, bin ich glücklich gewesen mit dem Lied: „Zwischen Berg und tiefem, tiefem Tal“: von den zwei Hasen, die sich am Gras gütlich taten, vom Jäger niedergeschossen wurden, und als sie sich besonnen hatten, dass sie noch am Leben waren, von dannen liefen. Aber spät erst habe ich die Lehre darin verstanden: Vernunft kann es nur in Verzweiflung und Überschwang aushalten; es bedarf des Absurden, um dem objektiven Wahnsinn nicht zu erliegen. Man sollte es den beiden Hasen gleichtun; wenn der Schuss fällt, närrisch für tot hinfallen, sich sammeln und besinnen, und wenn man noch Atem hat, von dannen laufen. Die Kraft zur Angst und die zum Glück sind das gleiche, das schrankenlose, zur Selbstpreisgabe gesteigerte Aufgeschlossensein für Erfahrung, in der der Erliegende sich wiederfindet. Was wäre Glück, das sich nicht mäße an der unmessbaren Trauer dessen was ist? Denn verstört ist der Weltlauf. Wer dem vorsichtig sich anpasst, macht eben damit sich zum Teilhaber des Wahnsinns, während erst der Exzentrische standhielte und dem Aberwitz Einhalt geböte. Nur er dürfte auf den Schein des Unheils, die „Unwirklichkeit der Verzweiflung“, sich besinnen und dessen innewerden, nicht bloß dass er noch lebt, sondern dass noch Leben ist. Die List der ohnmächtigen Hasen erlöst mit ihnen selbst den Jäger, dem sie seine Schuld stibitzt.“ (Adorno: Minima Moralia)

.. die schiefe zelle in meim kopp begünstigt mich vor der biene ..

2011.07.15

„Eine Spinne verrichtet Operationen, die denen des Webers ähneln, und eine Biene beschämt durch den Bau ihrer Wachszellen manchen menschlichen Baumeister. Was aber von vornherein den schlechtesten Baumeister vor der besten Biene auszeichnet, ist, dass er die Zelle in seinem Kopf gebaut hat, bevor er sie in Wachs baut.“

Marx: Das Kapital: I. Band: Der Produktionsprozess des Kapitals.

.. Theater der Schockwirkungen ..

2011.07.14

„Filippo Tommaso Marinetti verfasste … 1913 eine Reihe von Vorschlägen für ein ‚Theater der Schockwirkungen': Unter anderem sollten in diesem Leim auf Sitzplätzen und darüber hinaus Nies- und Juckpulver zum Einsatz kommen. Ziel war es, im Publikum allgemeine Heiterkeit und tumultartige Streitereien auszulösen. Auch der Verkauf einer Platzkarte an zehn Personen sowie die gezielte Auswahl des Publikums hielt der Futurist für geeignete Mittel: ‚Herren und Damen, von denen man weiß, dass sie leicht verrückt, reizbar und exzentrisch sind, erhalten kostenlose Plätze, damit sie mit obszönen Gesten, Kneifen der Damen oder anderem Unfug Durcheinander verursachen.'“

Aus: Glasmeier, Steib: Albernheit. Kleiner Stimmungsatlas in Einzelbänden. Hamburg 2011

.. die socken sind durch, das heißt: sie leuchten. durchlaucht ..

2011.07.14

So gewappnet betrat ich ein Land mit sehr geringer Schicksalsliebe. Abzahlen. Keine Aussicht aufs Abzahlen. Homilien an die Freuden des Profits. Wurde der Vermittler zum Wandler? Invertierte Welt. Hier ging alles. „Ich will nicht wissen, ob es möglich ist, ich will wissen, wie viel es kostet“, sagte Lukrez. Warenförmigkeit war Ausdruck der Entfremdung, die im Verkauf entstand. Die Würde des Unverkäuflichen, schnell abgestreift. Auf mich zielte dies Verlangen nicht. Heia. Und Aua. Einer von den Schwänen aber schien vor allen brüstend kühn sich zu gefallen, segelnd rasch durch alle fort. Wo er hindurchging, könnte der Grund sein. Sinnlos wütete er mit den Lichtern. Das schneeweiße Ding, der Höllenvogel.

Durch was? Die Frage muss lauten: womit? Durch krachende Waldung durch. Und durch die Kontrollen. Das Flugzeug. Sing, Barde. Es kommt der Frühling. Schon jetzt, in dieser durchwachten Nacht tauschten sich die Lichter aus. Die Sitten wurden angenommen durch Beiwohnung. Assimilation. Durchleuchtet, durch drei Linien lässt sich ein Triangel zeichnen, sagte Kant. Muss aber nicht, sagte er. Er heißt Kasten, nicht Kant. Wer jetzt? Ich werde es dir mithilfe eines Signalfeuers erläutern.

Adorno: Ästhetische Theorie: Das Mimetische und das Alberne

2011.07.13

„Form objektiviert die einzelnen Impulse nur, wenn sie ihnen dorthin folgt, wohin sie von sich aus wollen.

Das allein ist die Methexis des Kunstwerks an Versöhnung.

Die Rationalität der Kunstwerke wird zu Geist einzig, wofern sie untergeht in dem ihr polar Entgegengesetzten.

Die von keinem Kunstwerk zu schlichtende Divergenz des Konstruktiven und des Mimetischen, gleichsam die Erbsünde des ästhetischen Geistes, hat ihr Korrelat an dem Element des Albernen und Clownshaften,

das noch die bedeutendsten in sich tragen und das nicht zuzuschminken ein Stück ihrer Bedeutung ist.

Das Ungenügen am Klassizismus jeglicher Observanz rührt daher, dass er jenes Moment verdrängt; dem muss die Kunst misstrauen.

Mit ihrer Vergeistigung im Namen von Mündigkeit wird dies Alberne nur desto schroffer akzentuiert;

je mehr sich ihr eigenes Gefüge kraft seiner Stimmigkeit einem logischen anähnelt, desto offenbarer wird der Unterschied dieser Logizität von der draußen waltenden, zu deren Parodie,

je vernünftiger das Werk seiner Formenkonstitution nach, desto alberner nach dem Maß der Vernunft in der Realität. Seine Albernheit ist jedoch auch ein Stück Gericht über jene Rationalität;

darüber, dass sie, in der gesellschaftlichen Praxis zum Selbstzweck geworden, ins Irrationale und Irre umschlägt, in die Mittel der Zwecke.

Das Alberne an der Kunst, das die Amusischen besser gewahren, als wer naiv in ihr lebt, und die Torheit der verabsolutierten Rationalität verklagen sich gegenseitig, übrigens hat Glück, der Sexus, aus dem Reich der selbsterhaltenden Praxis gesehen, ebenfalls jenes Alberne,


auf das, wer von ihm nicht getrieben wird, so hämisch hindeuten kann.“

Adorno: Ästhetische Theorie, Seite 180f

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2011.07.11

… und kavafis wollte ein haus mit garten, großem garten, liebreiz und wiesen, für bäume und blumen, ja, aber vor allem für tiere: durchgezählte katzen, einen papagei, der mit inbrunst spricht und nachdruck, drei hunde, zwei pferde, gütige pferdchen, und überall drei vier jener besonders angenehmen tiere, esel nämlich, die faul im gras liegen, dass ihre köpfe sich freuen …

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2011.07.09

WERE ONE NOT TO WAKE!

WERE THERE TO BE NO OTHER

WORLD INTO WHICH TO.

(e. kosofsky sedgwick)

.. das ende schert das werk ..

2011.07.07

das ende schert das werk. zeitlich gehen zubringer generell in jede richtung. der austausch verläuft entlang aller denkbaren achsen, insofern als er sich unablässig erweitert um bislang nicht denkbare achsen. das, was übrig bleibt, ist aktuell und trägt ein schnelles kreuzchen. das andere ist es nicht, es hat kein kreuzchen. die unterscheidung muss vor der entscheidung liegen. alles andere führt in die panik. so wie leute vom kontinent in england blitzschnell überfahren werden. und schließlich vor dem überqueren von straßen in sehr quirligen küstenorten, so sie sich der gefahr bewusst, auch nach oben in den himmel schauen – sie wissen inzwischen, alles kommt von überall. dann sehr schnell rennen. das ende schert das werk.

immeramhang, foto: j.rinck

immeramhang, foto: j.rinck

… unschlagbar …

2011.07.06

Der Kurs wird vom Kleinpferdereferat gefördert.
Die Kosten betragen € 45.- pro Pferd pro Tag.

… STILLLEBEN MIT SOFTWAREBLASE …

2011.07.06